Vom Reden zum Tun: Wie wir gemeinsam ein besseres Miteinander schaffen
Mein gestriger Beitrag über die Sprache in der Politik hat viele Reaktionen ausgelöst. Ich mache das alles aus einer tiefen Überzeugung heraus: Wenn wir wollen, dass sich unsere Gesellschaft weiterentwickelt, müssen wir bei uns selbst anfangen. Unsere Sprache erschafft die Welt, in der wir leben. Mir ist völlig klar, dass dieser Weg Zeit braucht und Kraft kostet.
Ein starkes Symbol dafür ist das Bild, das ich diesem Beitrag hinzugefügt habe:
Es zeigt einen alten, verwitterten Steg, der ins Meer führt. Der Weg ist holprig, rostig und an vielen Stellen kaputt. Aber man sieht auch, wie er Stück für Stück erneuert wird. Genau das ist es, was wir tun müssen: Wir müssen unseren gemeinsamen Weg, der an vielen Stellen brüchig geworden ist, reparieren. Das wird nicht einfach, und es wird nicht über Nacht geschehen. Aber wenn wir zusammenhelfen und jeder seinen Teil beiträgt, können wir Bretter, die morsch geworden sind, durch neue, stabile ersetzen.
Ich bin sicher:
Ein wertschätzendes Miteinander ist eine Investition, die sich für uns alle lohnt. Hier sind drei einfache Schritte, wie wir das ab heute gemeinsam im Alltag umsetzen können:
1. Im Netz: Den eigenen Bereich freundlich schützen
Soziale Medien sind oft laut und verletzend. Wir können das ändern, indem wir auf unseren eigenen Seiten Verantwortung übernehmen:
Grenzen setzen: Wenn jemand auf deiner Seite beleidigend wird, sag es klar und ruhig: „Ich möchte hier sachlich diskutieren. Bitte bleib höflich und respektvoll.“
Ruhe bewahren: Antworte nicht aus der Wut heraus. Ein ruhiges Argument ist immer stärker als ein lautes Schimpfwort.
2. Im Alltag: Fragen statt Belehren
Wir müssen wieder lernen, einander wirklich zuzuhören – auch wenn es schwierig ist:
Ehrlich nachfragen: Wenn jemand Sätze sagt, die dich erschrecken, versuch es mit einer Frage: „Was genau meinst du damit? Was macht dir dabei Sorgen?“
Brücken bauen: Such das Gespräch mit jenen, die anders denken als du. Oft entdecken wir hinter der harten Schale ganz menschliche Ängste, über die man reden kann.
3. In der Politik: Verantwortung einfordern
Das gilt für alle – von den Gemeinderät:innen bis hin zum Bundespräsidenten:
Ehrlichkeit statt Show: Wir sollten Politiker:innen unterstützen, die mutig genug sind, auch mal zuzugeben, wenn sie etwas nicht wissen, statt einfache Scheinlösungen zu verkaufen.
Auftrag für die Menschen: Erinnern wir die Verantwortlichen daran, dass Macht kein Spielzeug für das eigene Ego ist. Macht ist ein demokratischer Auftrag, um für das Wohl aller Bürger:innen zu arbeiten.
Warum ich diesen Weg gehe? Weil ich nicht länger abwarten will, bis alles von selbst besser wird. Wir müssen jetzt im Kleinen beginnen – in jedem Gespräch und in jedem Kommentar. Mit Anstand, Klarheit und Mitgefühl.
Wer von euch packt mit an, um unseren gemeinsamen Weg zu erneuern?
Forocredit: Romana Gillesberger (rechts)
KI bearbeitet (links)
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Vom Reden zum Tun: Wie wir gemeinsam ein besseres Miteinander schaffen
19.01.2026

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