diakonline Julian Gillesberger
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FRIEDEN BEWAHREN

01.03.2026
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FRIEDEN BEWAHREN Ich stehe in der Früh in der Küche, drücke auf den Knopf der Kaffeemaschine und ärgere mich eigentlich schon wieder darüber, dass der Wassertank leer ist oder ich Bohnen nachfüllen muss. Es ist ein banaler Moment, aber genau darin steckt eigentlich fast schon eine absurde Selbstvergessenheit. Während ich mich über diesen Zeitverlust aufrege, wird mir bewusst, in was für einer exklusiven Blase ich hier eigentlich lebe. Wir in Europa genießen einen politischen, sozialen und religiösen Frieden, der auf diesem Planeten alles andere als selbstverständlich ist. Diese Sicherheit macht mich oft blind für die Zerbrechlichkeit der Welt und für das Privileg, eine Angst gar nicht zu kennen, die für Millionen Menschen tägliche Realität ist. Aus dieser gedankenlosen Bequemlichkeit heraus entsteht oft ein Verhalten, dem ich in den sozialen Medien immer öfter begegne. Wir sitzen hier an unseren reich gedeckten Tischen, haben ein Dach über dem Kopf und meinen trotzdem, wir könnten uns aus dieser Komfortzone heraus ein gehässiges Urteil über Menschen oder Religionsgemeinschaften in Kriegsgebieten erlauben. Ich finde das ehrlich gesagt ziemlich peinlich und dumm. Uns fehlt schlichtweg das Wissen über die wirklichen Bedürfnisse und die Lebensrealität derer, die dort um ihr nacktes Überleben kämpfen, und trotzdem tun wir so, als hätten wir den absoluten Durchblick. In genau diesen Rissen der Ignoranz setzt der Populismus an und zeigt uns gerade weltweit sein hässlichstes Gesicht. Wir sehen doch jetzt ganz genau, was passiert, wenn Menschen an der Macht sind, denen es nur noch um das eigene Ego geht. Diese "Anführer", die völlig verblendet von ihrem eigenen narzisstischen Verhalten die Welt buchstäblich in Brand setzen, tun das nur, weil sie die Welt als Bühne für ihre Machtansprüche missbrauchen. Diese Tendenzen werden auch bei uns immer spürbarer, und ich finde, wir müssen sie konsequent beim Namen nennen. Es ist wichtig, sich nach den eigenen Möglichkeiten dagegenzustellen – überall dort, wo man kann. Das bedeutet für mich, wachsam zu bleiben und den Mund aufzumachen, wenn unser Zusammenhalt gefährdet wird. Das Schwierigste dabei ist, bei allem Widerstand nie die Empathie zu verlieren. Es ist eine echte Herausforderung, aber ich glaube fest daran, dass es machbar ist. Ich bin davon überzeugt, dass wir unser Denken und unser Handeln immer selbst bestimmen. Niemand lenkt uns fremd, wir haben es zu jeder Zeit in der Hand, ob wir Neid Raum geben oder ob wir unsere Lebensfreude als Kraft nutzen. Frieden ist das höchste Gut, das wir haben, und ich will diesen Schatz durch echte Menschlichkeit bewahren, statt ihn durch Egoismus oder billige Parolen zu verspielen. #Frieden #Zusammenhalt #Haltung #Miteinander #Zivilcourage #Populismus #iran #usa #peace #nowar Foto KI generiert
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