Wenn Vielfalt zur Gefahr erklärt wird - FPÖ Wels - Die Welser Freiheitlichen
Die Debatte rund um die Wels Pride die derzeit von der FPÖ Wels - Die Welser Freiheitlichen geführt wird, zeigt wieder sehr deutlich, wie Populismus funktioniert.
Man nimmt ein sensibles Thema – in diesem Fall Kinder – und verbindet es mit Angst. Aus Sichtbarkeit wird plötzlich „Frühsexualisierung“, aus Vielfalt wird „Ideologie“ und aus Regenbogenfamilien wird eine angebliche Gefahr.
Natürlich ist Kinderschutz wichtig. Kinder müssen vor Gewalt, Missbrauch, Übergriffen und Beschämung geschützt werden, aber gerade deshalb sollte man die Kirche in Dorf lassen:
Eine Pride-Parade oder die Anerkennung queerer Familien ist keine Sexualisierung.
Wenn zum Beispiel ein Kind sagt: „Meine Mama und mein Papa kommen zum Sommerfest“, denkt niemand an Sexualität. Wenn ein anderes Kind sagt: „Meine zwei Mamas kommen zum Sommerfest“, wird daraus plötzlich ein Problem gemacht. Dabei geht es in beiden Fällen nicht um Sex, sondern um Familie.
Man merkt daran ziemlich schnell, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Heterosexualität ist überall sichtbar: in Märchen, Filmen, Liedern, Hochzeiten, Familienfesten, Werbung, Muttertag und Vatertag. Niemand macht daraus ein Problem. Erst wenn queere Menschen sichtbar sind, wird behauptet, Kinder würden dadurch beeinflusst oder gefährdet.
Das hat wenig mit Schutz zu tun sondern viel mehr mit Angst vor Vielfalt.
Kinder wachsen längst in unterschiedlichen Familien auf: mit Mutter und Vater, bei Alleinerziehenden, in Patchworkfamilien, Pflegefamilien, Adoptivfamilien oder eben mit zwei Müttern oder zwei Vätern.
Kindgerecht über Vielfalt zu sprechen bedeutet nicht, Kindern etwas aufzudrängen. Es bedeutet, ihnen zu zeigen: Niemand muss sich für seine Familie schämen und genau das wäre echter Kinderschutz.
Kinder sollen lernen, dass ihr Körper ihnen gehört. Dass sie Nein sagen dürfen. Dass sie Hilfe holen können. Dass niemand sie auslachen, beschämen oder ausgrenzen darf und dass ihre Familie wundervoll ist, auch wenn sie anders aussieht als die von anderen.
Tradition kann etwas Schönes sein, sie kann Halt geben und verbinden, aber wenn Tradition dazu benutzt wird, bestimmte Menschen unsichtbar zu machen oder sogar zu diskreditieren, dann wird es gefährlich. Dann wird aus dem Heimatbegriff eine Mauer und genau darin liegt ein sehr großes Gefahrenpotential.
Für unsere Zukunft brauchen wir keine Politik, die Kindern Angst vor Vielfalt beibringt. Wir brauchen eine Gesellschaft, in der Kinder sicher, frei und ohne Scham aufwachsen können.
Wer Kinder wirklich schützen will, kämpft gegen Gewalt, Missbrauch, Vernachlässigung und Ausgrenzung.
Nicht gegen Regenbogenfamilien!
Denn Vielfalt gefährdet Kinder nicht!
Ausgrenzung tut es!
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Wenn Vielfalt zur Gefahr erklärt wird - FPÖ Wels - Die Welser Freiheitlichen
07.05.2026
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