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An die FPÖ: Welcher Geist spricht da eigentlich?
Zu Pfingsten wird gerne vom Geist gesprochen. Von Hoffnung, Zuversicht und Zusammenhalt. Auch die FPÖ greift an solchen Tagen verlässlich, wiedereinmal wie zu Ostern und Christi Himmelfahrt, zu dieser Sprache.
Ich frage mich nur, welcher Geist im politischen Alltag dann oft tatsächlich spürbar ist.
Wer regelmäßig auf FPÖ-nahen Seiten mitliest, erlebt dort selten das, was Pfingsten eigentlich meint. Dort wird nicht um Verständigung gerungen. Dort wird oft sehr schnell abgewertet, verspottet und in Lager eingeteilt. Menschen werden nicht als Menschen gesehen, sondern als Problem, als Bedrohung, als Gegner. Die Sprache wird härter, der Blick auf andere enger.
Pfingsten erzählt im christlichen Glauben vom Gegenteil. Es geht um Menschen, die einander verstehen lernen, obwohl sie verschieden sind. Um Sprache, die verbindet. Um einen Geist, der nicht kleiner macht, sondern öffnet.
Das ist wesentlich anspruchsvoller als ein hübsches Sujet mit Blumen, Fahne und Parteifarbe.
Wenn eine Partei an Pfingsten von Zusammenhalt spricht, während sie sonst ständig mit Angst, Abgrenzung und Feindbildern arbeitet, darf man diesen Widerspruch benennen. Feiertagsgrüße klingen schnell freundlich. Entscheidend ist aber, welche Haltung im Alltag dahintersteht.
Pfingsten wäre ein guter Anlass, über genau diese Haltung nachzudenken. Über die Art, wie über Kinder gesprochen wird, wenn sie schwierig sind. Über politische Gegner, die sofort zu Feinden gemacht werden. Über Menschen mit anderer Herkunft, anderer Religion oder anderer Lebensweise, die in Kommentarspalten viel zu schnell nur noch als Belastung vorkommen.
Sprache zeigt, welcher Geist wirkt.
Ein Geist, der Menschen aufrichtet, klingt anders als einer, der sie verächtlich macht.
Man muss nicht jede politische Meinung teilen. Man muss auch nicht jede Lebensweise gut finden. Aber wer Pfingsten ernst nimmt, kann Zusammenhalt nicht nur für die eigene Gruppe meinen.
Vielleicht wäre das einmal ein ehrlicher Pfingstgruß: weniger Parole, weniger Feindbild, weniger Empörung. Mehr Bereitschaft den Menschen zuzuhören.
Pfingsten gehört keiner Partei!!!
Und ganz sicher nicht einer politischen Kultur, die zuerst spaltet und dann am Feiertag von Zusammenhalt spricht.
#Pfingsten #Sprache #Zusammenhalt #Menschenwürde #Christentum #FPÖ #Österreich #KeineFeindbilder
Facebook-Beitrag
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25.05.2026

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