Gestern habe ich geschrieben: Faschismus? Nein Danke!
Die Reaktionen darunter sprechen leider für sich.
Wer sehen möchte, wie weit dieses Problem bereits fortgeschritten ist, kann sich die Kommentare unter meinem Beitrag von gestern gerne selbst durchlesen. Dort findet man vieles von dem, worüber ich geschrieben habe: Geschichtsverdrehung, Täter-Opfer-Umkehr, Feindbildsprache, pauschale Diffamierungen, Verächtlichmachung demokratischer Institutionen, Hass auf politische Gegner:innen und die absurde Umdeutung von Antifaschismus zu Faschismus.
Viele dieser Kommentare widerlegen meinen Beitrag nicht. Sie bestätigen ihn.
Faschismus beginnt dort, wo Sprache entgleist, wo Menschen nicht mehr als Menschen gesehen werden, sondern als Feinde, und wo Begriffe wie „Volksverräter“, „System“, „Propaganda“, „Abschaum“, „linksgrün versifft“ oder „Nazifa“ benutzt werden, um andere abzuwerten und jede sachliche Debatte unmöglich zu machen.
Natürlich darf man widersprechen. Natürlich darf man Regierung, Medien, EU, Migration, Gendern, Parteien, NGOs, Gerichte oder gesellschaftliche Entwicklungen kritisieren. Demokratie braucht Widerspruch. Sie braucht aber keinen Ton, der Menschen entwürdigt, keine Drohungen, keine Geschichtsverdrehung, keine Hetze, keine pauschale Ausgrenzung und keine Sprache, die politische Gegner:innen zu Feinden macht.
Wer so spricht, verteidigt nicht die Meinungsfreiheit. Er vergiftet den Raum, in dem Meinungsfreiheit überhaupt sinnvoll möglich ist.
Darum ganz klar: Diskurs ja, Kritik ja, Widerspruch ja. Aber Beleidigungen, Ausgrenzung, Diffamierung und Menschenverachtung: nein.
An alle, die kommentieren wollen: Denkt daran, wie man miteinander spricht. Ein Argument wird nicht besser, nur weil es aggressiver formuliert ist. Eine Meinung wird nicht wahrer, nur weil sie andere abwertet. Und ein demokratischer Diskurs entsteht nicht dadurch, dass man Menschen beschimpft, erniedrigt oder aus dem demokratischen Raum hinausschreibt.
Wer sich von einem Beitrag gegen faschistische Sprache sofort persönlich angegriffen fühlt, sollte vielleicht nicht zuerst zurückschlagen, sondern sich fragen, warum.
#FaschismusNeinDanke #Demokratie #Rechtsstaat #Menschenwürde #DiskursStattHetze #KeineMenschenverachtung #Antifaschismus #Widersprechen #SpracheHatFolgen #NieWieder
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Gestern habe ich geschrieben: Faschismus? Nein Danke!
31.05.2026
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