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Gedanken#41

(Museum Ca`Pesaro, Venedig 27.10.2023)


Moral

Die Verschiedenheit der Menschen ist manchmal sehr groß.


Ich ertappe mich dann hin und wieder dabei, dass ich über das "Anderssein" ein Urteil fälle.


Das ist eine Eigenschaft, die ich immer öfter darauf zurückzuführe, dass wir in unseren verschiedenen Kulturkreisen doch eines gemeinsam haben: Wir moralisieren!


Viel zu oft ist diese Moral aber ein eingelerntes Ritual, das meist nicht mehr hinterfragt wird und in vielen Fällen eher besserwisserisch ist und so gar nicht mehr selbstreflektierend.


Moral sollte ein Kompass sein, den man zu allererst bei sich selbst anwendet und erst wenn man wirklich sein Innerstes oft genug hinterfragt hat, dann, ja nur dann dürfte man die Möglichkeit haben, diese moralischen Maßstäbe auf andere zu übertragen.


Genau da liegt aber der Hacken oder ist es vielleicht der Weg zur Lösung?


Wenn man erstmal begonnen hat sich selbst besser kennen zu lernen, dann wird man drauf kommen, dass es dieses "moralisieren" nicht braucht, weil es einerseits davon ablenkt sich selbst zu finden und andererseits jedem anderen Menschen das Recht abspricht dasselbe zu tun.


Ich wünsche mir mehr Inneres und viel weniger Äußeres.


Ich bin überzeugt, das hilft uns dabei die Welt ein Stück ehrlicher zu machen.

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