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Gedanken#46


Ziele

Ich habe früher oft den Satz: „Der Weg ist das Ziel“ verwendet und ehrlich gesagt nie wirklich darüber nachgedacht, was er uns eigentlich sagen soll.


Um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, haben auch die Vorgehensweise, die man dafür verwendet, und die Anstrengung, die man dafür aufbringt, bereits ihren Wert, nicht nur das eigentliche Erreichen des Zieles selbst.

Das Unterwegssein ist mindestens so wichtig wie das Ankommen, der Versuch ist mindestens so lehrreich wie das Ergebnis.


Ziele sind in unserem Leben immer nur Zwischenschritte, quasi Ankerpunkte oder Ruheplätze wo wir Zeit geschenkt bekommen um weitere Ziele zu planen.


Mir ist es in meinem Leben oft so ergangen, dass ich viele Ziele definiert habe und mich dann am Weg dorthin entweder verrannt habe oder auch manchmal so vehement an einem Ziel festgehalten habe, dass der Weg zum Ziel wahnsinnig anstrengend wurde.


Da bleibt dann viel zu viel auf der Strecke, leider.

Menschen werden verletzt, Situationen werden zurecht gebogen, sogenannte Kollateralschäden in Kauf genommen.


Das sind bestimmt nicht die Erfahrungen von denen man etwas Positives mitnehmen kann.

Ich glaube es würde uns gut tun, Ziele als etwas zu sehen, das uns die Möglichkeit gibt, nicht nur positive Erfahrungen zu sammeln, sondern auch die Chance gibt viele Menschen auf diesem Weg mitzunehmen.


Ich habe für mich mittlerweile das Bild der weit geöffneten Arme, ja der Umarmung für das Ziel etabliert.


Die weit geöffneten Arme symbolisieren für mich einerseits, dass ich nicht immer alleine versuchen muss irgendetwas zu erreichen und andererseits nehme ich mit den geöffneten Armen auch etwas vom Rande des Weges mit.


Ich wünsche uns in diesem Advent, dass wir wieder lernen die Arme zu öffnen, ja uns zu umarmen und gemeinsam ein Stück des zu Weges gehen.




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